Wir fragen, unsere Labels antworten:

01: Gründung

Wir möchten mehr über die Labels aus unserem Nest erfahren und natürlich möchten wir auch Euch unsere Labels etwas näher bringen. Aus diesem Grund haben wir unser neues Format: „Wir fragen, unsere Labels antworten“ gestartet. In diesem Format beantworten verschiedene Labels Fragen zur eigenen Marke und zu einem Überthema.

Das Thema der ersten Ausführung lautet: Gründung.

Wusstest du, dass sich unter den rund 7 Milliarden Menschen auf der Erde ca. 400 Millionen Gründer*innen tummeln? Und hättest du gedacht, dass 2 von 3 Personen weltweit denken, dass das Unternehmertum eine gute Berufswahl ist? 

Mittlerweile wagen immer mehr den Schritt der Gründung eines eigenen Unternehmens, sodass es allein in Deutschland über 600.000 Gründer*innen gibt.

Doch für viele ist der Schritt der Gründung eines eigenen Labels ein Sprung ins kalte Wasser. So natürlich auch für die Labels in unserem Nest.

Wir haben einige Labels nach ihren ganz persönlichen Erfahrungen zum Thema Gründung befragt. Herausgekommen sind spannende und motivierende Antworten, von denen wir heute einige mit dir teilen möchten.

Collage Wir fragen, unsere Labels antworten: 01 Gründung

Wir haben vier Labels aus unserem Nest zum Thema Gründung befragt.

Mit dabei ist Bad Moms Club, ein Fair Fashion Label aus Berlin, das sich gegen Momshaming einsetzt. Außerdem mit dabei: Bayti Hier, ein integratives Modelabel für Deutsch-Arabische Freundschaften. Das dritte Label, NurEinBerg produziert regionale, alltagstaugliche Mode im Zeichen von Nürnberg und Bagsolate, das vierte Label im Bunde, hat die wohl nachhaltigste Kühltasche der Welt entwickelt.

1. Wann und wie ist die Idee für euer Label entstanden und was hat euch dazu motiviert zu gründen?

Das Durchschnittsalter von Gründer*innen in Deutschland liegt zwischen 25 & 44 Jahren. Doch die Idee und die Visionen zur Gründung entstehen meist schon viel früher, wie Jens von NurEinBerg berichtet. Die Idee für NurEinBerg entstand schon während Jens Schulzeit, da er von der Schule aus immer die Nürnberger Kaiserburg sehen konnte. So entstand die Inspiration  Nürnberg auch auf einem Textil auf der Haut zu erleben.

 
 
Jens von NurEinBerg

 Jens von NurEinBerg

Felix von Bayti hier

Die Idee für Bayti Hier entstand aus  politischem Hintergrund. Felix erzählt, dass das Leitbild 2015 / 2016 entstand, während die Flüchlingskrise die deutschen Medien bestimmte. Die Idee ist Brücken zu bauen zwischen verschiedenen Menschen – und vor allem alle willkommen zu heißen.

 Felix von Bayti Hier

Die Motivation zu gründen kann, wie wir sehen, aus unterschiedlichsten Gründen entstehen, aber eines haben alle gemeinsam: Sie möchten ihre Träume und Visionen verwirklichen.

2. Was sind eurer Meinung nach Vor- und Nachteile der Gründung eines eigenen Labels?

Felix von Bagsolate: „Die größten Vorteile eines eigenen Labels sind der Fakt, dass ich weiß, was in dem Produkt drin ist und wo die Materialien herkommen. Ich kann zudem  das Produkt meinen Ansprüchen entsprechend fertigen, aber eben  den Ansprüchen und Wünschen der Kund*innen anpassen.“

Felix von Bagsolate

Felix von Bagsolate

Anvar von NurEinBerg

Anvar von NurEinBerg sieht die Vorteile der Gründung eines eigenen Labels darin, dass man mit Freunden zusammen arbeiten kann und sich beruflich, sowie persönlich weiterentwickeln kann. Zudem führe die Unternehmensgründung  zu einer Selbstverwirklichung, indem man seine eigenen Wünsche und Ziele realisiert. Der Nachteil: „Es ist sehr zeitintensiv und zeitaufwendig.“

Anvar von NurEinBerg

3. Was waren die größten Schwierigkeiten und Hürden, die ihr auf eurem Gründungsweg überwinden musstet?

Hindernisse auf dem Weg zur Gründung gibt es einige. Eine Studie aus dem Jahr 2018 fand heraus, dass 57% der Gründer*innen die Ämter und Behörden als Hürde auf dem Gründungsweg ansehen. Zudem berichten 46% von schwierigen Zugängen zu öffentlichen Fördermitteln. 

Auch Lara vom Bad Moms Club erzählt von Schwierigkeiten vor der erfolgreichen Gründung: „Die größten Hürden waren sicherlich, dass man sich von A bis Z erstmal in allen Themen neu einarbeiten muss. Also von Markenstrategie über Kreativprozesse, Produktvisionen, bis hin zu Logistik und Buchhaltung. Und nicht alle Bereiche machen Spaß!“

Lara von Bad Moms Club

Lara vom Bad Moms Club

4. Welchen Tipp würdet ihr jungen Gründer*innen mit auf den Weg geben?

Felix von Bayti Hier: „Am wichtigsten ist es, zu lernen, was man kann und was man nicht kann. Denn man kann nicht alles machen.“

Lara vom BadMomsClub: „Wer gründen will, sollte absolut von seiner Idee überzeugt sein. Gründen bedeutet wahnsinnig viel Zeit, Nerven und Geduld und dafür braucht man einfach extrem viel Herzblut und Leidenschaft für das, was man tut.“

Anvar von NurEinBerg: „Was wir euch mitgeben können ist, dass ihr Spaß bei der Sache haben solltet, bei dem was ihr macht, denn dann werdet ihr auch erfolgreich sein. Also glaubt an eure Träume und verwirklicht sie.“

Felix von Bagsolate: „Es ist wichtig einfach zu machen. Man braucht nicht immer den 100% perfekten Plan, sondern oftmals entwickelt sich der dann auch einfach aus dem, was man geschafft hat.“

5. Würdet ihr den Weg der Gründung eines eigenen Labels / Unternehmens noch mal gehen?

Bei der Frage, ob eine erneute Gründung nochmal in Frage käme, sind sich die Labels einig: JA!

Auch wenn das Gründen eines Start-ups viel Zeit und Herzblut erfordert, man Sorge hat, ob sich die eigene Idee am Ende am Markt durchsetzt – letztendlich würden 95% der deutschen Gründer den Schritt jederzeit wieder gehen.

Zudem würden 8 von 10 Gründern auch anderen jungen Menschen dazu raten, ein Start-up zu gründen. Bei „Wir fragen, unsere Labels antworten“ sind es sogar 100%.

Wenn du den Einblick in die persönlichen Erfahrungen der Labels interessant und inspirierend fandest, dann schau doch gerne bei uns auf Instagram vorbei. Hier findest du das komplette Video mit weiteren anregenden Antworten.